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Witex prämierte die Gewinner des Designwettbewerbs "[export] b" auf der Domotex
13.01.2008Holzfußböden oder auch Holzwerkstoffböden wie z. B. Laminat immer wieder neu zu kreieren ist eine Aufgabe, vor der Produktentwickler zu jeder Saison auf´s Neue stehen. Das Lastenheft setzt dabei der Kreativität aber oftmals enge Grenzen: Fertigungstechniken müssen berücksichtigt und Marktgängigkeit und Wirtschaftlichkeit müssen erfüllt werden. Der Augustdorfer Bodenbelagshersteller Witex wollte, losgelöst von aktueller Produktgestaltung und wirtschaftlichen Zwängen wissen, wie Holzfußböden noch betrachtet werden können und befragte Studierende der Innenarchitektur, Architektur, Industrie- und Produktdesign, Visuelle Kommunikation und Kunst zu dem Thema.
Unter dem Motto „Von der Idee auf den Boden“ wurde bei Witex im vergangenen Sommer zu diesem Zweck das Projekt „[export] b“ gestartet und damit ein europaweiter Ideen- und Design-Wettbewerb ausge-schrieben, an dem sich zahlreiche Hochschulen beteiligt haben. Der Gestaltungswettbewerb sollte neue Sichtweisen zum Thema Boden der Zukunft erschließen. Dabei sollten nicht nur Ideen zu Farbe und Dessin von Bodenpaneelen zutage gefördert werden, auch Form, Format, Raster, Material, Technik und Technologien konnten frei kreiert werden. Erwartungsgemäß beschränkten sich viele der eingereichten Entwürfe mit der Gestaltung der Oberfläche und dem Spiel mit Materialien, weniger mit technischen oder konstruktiven Neuerungen und nicht jeder Entwurf ist ohne weiteres in der Produktion umzusetzen, aber das war ja auch nicht die Aufgabe. Der Ideenwettbewerb war bewusst „open minded“, also ohne jede Beschränkung, ausgeschrieben.
Am 18. Dezember wurden in einem Frankfurter Designhotel von einer fünfköpfigen Jury aus zahlreich eingereichten Arbeiten die Preisträger ermittelt. Zur Jury gehörten neben Dr.-Ing. Dietmar Danner, Chefredakteur der Architekturmagazine AIT und XIA auch Knut Völzke, Geschäftsführer von Leise Integrated Design, Industriedesigner und Juryvorsitzender Lars Contzen von contzentrade, Architekt Ralf Meyer, 2plan4u sowie der Leiter Marketing- und Objektvertrieb Markus Schätzle von Witex.
Alle Entwürfe beinhalteten ein große Vielfalt an innovativen Vorschlägen, die der Bodenflächen eine eigenständige Identität geben sollen ohne dabei Holz oder Gestein zu zitieren. Vielfach war der Wunsch nach Individualisierung des Raums über grafische Aussagen in der Bodenfläche ablesbar.
Frische Ideen sind weiblich.
Die zu den Gewinnern gekürten Arbeiten stammen allesamt von Teilnehmerinnen. So ging der 1. Platz an Nina Elsner von der Fachhochschule Lippe und Höxter für ihre Arbeit: "4 seasons - structures of nature". Platz 2 belegte Annika Hartmann mit "feelin'fine"; von der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur und der 3. Preis ging an Judith Engelmeier mit "Wenn das Holz noch lebte: Stammhalter"; von der TU Dresden, Fakultät Architektur.
Die Arbeit von Nina Elsner (1. Platz) zeichnet sich vor allem durch die ästhetisch anmutende Oberflächengestaltung aus. Die in mehreren halbtransparenten Schichten aufgetragene Malerei verleiht der Ober-fläche eine hohe Wertigkeit und vermittelt einen künstlerischen Gesamteindruck, der an klassische Freskenmalerei erinnert. Hierbei bleibt das MDF-Trägermaterial schemenhaft sichtbar, so dass das Ergebnis Authentizität ausstrahlt. Annika Hartmann (Platz 2) überzeugte die Jury durch einen innovativen Material-Mix aus Laminatoberfläche und textilen Intarsien. Das Produkt erhält im Ergebnis einen angenehm wohnlichen Charakter mit Schall absorbierenden Eigenschaften. Die Idee von Judith Engelmeier (Platz 3) bildet ein zum Standardprodukt erhältliches Sonderpaneel, das es ermöglicht, aus der Bodenfläche einen Ast oder Baum in den Raum “wachsen” zu lassen. Dieser kann die Funktion einer Garderobe übernehmen oder einfach in künstlerischer Form auf die Historie des Bodens verweisen. Überzeugt hat die Jury neben der Originalität auch die entstandene Verknüpfung zwischen Fläche, Raum und Funktion.
Witex präsentierte die Beiträge der Gewinnerinnen und eine Auswahl der eingereichten Arbeiten auf der Domotex in Hannover im Rahmen der contractworld in Halle 4.
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